Banjo-Boot-Camp 2009 (Greenville, Alabama)
Hallo Leute, hier Paps! Da wir für Euch live immer Spitzenqualität abliefern wollen, werden von Zeit zu Zeit alle Bandmitglieder auf Fortbildung geschickt.
Ja, das ist bei uns nicht anders als in der ach so freien unfreien Wirtschaft. Bäh!
Vor ein paar Tagen war ich also dran und da ich mich in letzter Zeit ehrlichweise des öfteren hatte gehen lassen, wurde ich von meinen Bandkollegen
auf eine ganz spezielle Bildungsreise geschickt. Zur Stärkung meiner spielerischen UND charakterlichen Fähigkeiten hatten Sie mich für ein
3tägiges Banjo-Boot-Camp angemeldet. Um mir die massiven Eindrücke von der Seele zu schreiben, wurde mir gestattet hier einen Bericht zu verfassen.
Danke für Eure Aufmerksamkeit....
1. Am 1. Mai um 5.30 Uhr ging es also los: Boot-Camp-Leiter Andy bläst uns erst einmal gehörig und natürlich völlig unnötig den Marsch. Das muss wohl in einem Boot-Camp so sein! In der Hand hält er seine Insigne der Macht: Ein Spitzen-5-String-Banjo der Sonderklasse!! 2. Um Punkt 7.00 Uhr nach Essenfassen (Fraß!) gings dann zur Waffenausgabe. 3. Tägliche Frühübung war zunächst das Auswendiglernen von verschiedenen Kopfplattentypen. Meiner Meinung nach die reinste Schikane, völlig unnütz. Dauer der Übung: ca. 5 Std. 4. Nachmittags gabs dann in der Regel Strafexerzieren bis zum Esgehtnichtmehr. Wir wurden gebrochen - um dann wieder aufgebaut zu werden? Schaut Euch die Haltung an...... 5. Einer von den Oberschleifern: Mit seinen Mandonlinensolos und seiner Zigarillo-Zichte im Mund jagte er uns kreuz und quer über den Exerzierplatz. 6. Hier sitze ich gerade in einem Workshop: Es geht um die sogenannte Single-String-Technik, die man alternativ zur 3-Fingertechnik in Soli und Back-up verwenden kann. (Unbeobachtet feuere ich einen satten 3-Finger-Forward-Roll auf den zuständigen Drill-Instructor ab, der gerade wieder aus Jux zwei Kumpels von mir fertig macht.) 7. Ach ja, die Kumpels! Der Drill und die Sch***e hat uns doch zusammengeschweißt. Ich werde viele von Ihnen vermissen....einfach gute Jungs! Und alle haben durchgehalten. Wir haben's Ihnen lang und schmutzig gezeigt...... 8. Am Sonntag, den 3. Mai, bin ich froh wieder in meinen Kleinwagen steigen und alles hinter mir lassen zu können. Der Pfeil zeigt auf mein Banjo, was ich ziemlich achtlos auf die Ladefläche geworfen hatte. Ich war irgendwie fertig, ausgebrannt. Ja Jungs, schaut genau hin! SCHAUT in mein Gesicht (nicht auf meine kalkweißen Sticken!) und WAS IHR AUS MIR GEMACHT HABT!!! Alle Fotos: Von mir